Der goldene Drache

von Roland Schimmelpfennig

Ein Mietshaus mit einem Thai-China-Vietnam-Schnellrestaurant im Erdgeschoss. Menschen, denen das Leben etwas anderes serviert, als sie bestellt hatten. Alle wohnen sie gemeinsam in einem Haus, manche als Paar, alle miteinander verknüpft und doch einsam in ihrer Umlaufbahn gefangen. Sie alle klammern sich an das, was sie nicht haben und horten ihre Absicherungen und Erwartungen, genau wie die Ameise, die Fabelfigur, ihre Vorräte. Dahinter verschanzt, sehen sie nicht mehr auf das, was sie befreien könnte: Den Menschen neben sich.

All das wird von Schimmelpfennig mit Poesie, Leichtigkeit und Witz wunderbar erzählt. Schauspieler werden Erzähler und schlüpfen in Rollen. Wie in der asiatischen Küche, wird frisch und direkt auf der Bühne zubereitet. Männer spielen Frauen, Junge spielen Alte. Essensbestellungen werden eingestreut, es gibt Fabeln und Telefonate durch blutige Zahnkrater und den ganz alltäglichen Wahnsinn verkannter Möglichkeiten.

AUFFÜHRUNG APRIL 2013  /  Rezension in der Badischen Zeitung

AUFFÜHRUNG NOVEMBER 2012  /  Interview mit fudder.de  /  Flyer

FOTOS Katarzyna Zielewska

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